Affiliate Marketing mit Pinterest: Regeln und Kennzeichnung
Redaktion Affindly · Veröffentlicht am 20.10.2026 · 5 Min. Lesezeit
Auf Pinterest sind Affiliate-Links erlaubt, aber nur unter Auflagen: Deine Inhalte müssen originell sein, einen eindeutigen Mehrwert bieten, und du musst offen mit dem kommerziellen Charakter umgehen. Nach deutschem Recht kommt die Kennzeichnung dazu.
Hier siehst du, was Pinterest in seinen Richtlinien zu Affiliate-Links verlangt und was in Deutschland für die Kennzeichnung gilt.
Was erlaubt Pinterest bei Affiliate-Links?
Die Richtlinien für kommerzielle Inhalte und Markeninhalte nennen unter anderem diese Anforderungen:
- Die Richtlinien für bezahlte Partnerschaften gelten immer mit.
- Du darfst nur ein Pinterest-Konto haben, und es soll deine authentische Präsenz sein.
- Affiliate-Inhalte müssen originell sein und Nutzenden einen eindeutigen Mehrwert bieten.
- Gehe offen mit der kommerziellen Natur deiner Inhalte, deiner Links und ihres Verhaltens um.
- Manche Linkkürzungsdienste werden nicht unterstützt. Ist ein Link gesperrt, kannst du ihn bearbeiten.
Wer wiederholt oder in großen Mengen Affiliate-Pins erstellt, soll laut Pinterest die Spam-Richtlinie beachten und Affiliate-Links in Maßen verwenden.
Was ist verboten?
- Fake-Konten, um Affiliate-Pins zu erstellen oder zu merken.
- Andere gegen eine Gegenleistung zu bitten, Affiliate-Pins zu merken.
- Andere zu bitten, Pins mit deiner eigenen Affiliate-Kennung zu erstellen.
- Algorithmen oder Traffic künstlich zu manipulieren.
Außerdem gilt die Spam-Richtlinie in den Community-Richtlinien. Sie untersagt Inhalte, die repetitiv, irreführend oder irrelevant sind und nur erstellt werden, um Geld zu machen. Pinterest empfiehlt dort, keine Überraschungen aufkommen zu lassen: Nutzende sollen vorab wissen, wohin ein Link sie führt. Auch zu unnötigen oder irreführenden Weiterleitungen stehen dort Hinweise.
Wie kennzeichnest du bei Pinterest?
Die Affiliate-Richtlinien verlangen, dass du die Richtlinien für bezahlte Partnerschaften befolgst und offen mit dem kommerziellen Charakter umgehst. Dort nennt Pinterest als Beispiel für eine eindeutige Offenlegung den Hashtag #anzeige oder das Label aus Pinterests Tool für bezahlte Partnerschaften. Wer im Europäischen Wirtschaftsraum ansässig ist, muss laut Pinterest kommerzielle Inhalte eindeutig als solche kennzeichnen und die angebotenen Funktionen wie Hashtag oder Label nutzen.
Das Label gilt für bezahlte Partnerschaften. Ob es für deinen Fall passt, hängt davon ab, wie du mit dem Anbieter zusammenarbeitest. Prüfe die Pinterest-Hilfe zu bezahlten Partnerschaften.
Was verlangt das deutsche Recht?
Unabhängig von Pinterest greift das Gesetz. Nach § 5a Abs. 4 UWG handelt unlauter, wer den kommerziellen Zweck einer geschäftlichen Handlung nicht kenntlich macht, sofern er sich nicht unmittelbar aus den Umständen ergibt und das geeignet ist, den Verbraucher zu einer Entscheidung zu veranlassen, die er sonst nicht getroffen hätte. Der Erhalt einer Gegenleistung wird vermutet, solange du nicht glaubhaft machst, dass du keine erhalten hast.
Die Landesmedienanstalten schreiben in ihrem Leitfaden (Stand Mai 2025), dass Affiliate-Links kommerziellen Charakter haben und transparent gemacht werden müssen. Die Kennzeichnung muss auf den ersten Blick erkennbar sein. Ein pauschaler Hinweis, dass ein Konto insgesamt Werbung enthält, genügt nicht. Kennzeichnungspflichtig ist der werbliche Beitrag selbst.
Für Pinterest heißt das: Setze den Hinweis in die Pin-Beschreibung, nicht nur ins Profil. Nutze Begriffe wie „Werbung“ oder „Anzeige“. Unklare Wörter wie „Advertorial“ oder „ad“ reichen laut Leitfaden nicht.
Welche Inhalte funktionieren bei Pinterest?
Pinterest verlangt, dass Affiliate-Inhalte originell sind und einen eindeutigen Mehrwert bieten. Was das im Einzelfall heißt, legt Pinterest nicht fest. Als Orientierung kannst du dich fragen, ob der Pin auch ohne den Link nützlich ist, zum Beispiel als Idee, Vergleich oder Anleitung. Ein Produktbild mit bloßer Kaufaufforderung bietet davon wenig.
Pins führen auf eine Zielseite. Überlege, ob dein Link direkt zum Anbieter oder zuerst auf einen eigenen Beitrag führt. Ein eigener Beitrag gibt dir Raum für Erklärung und den Hinweis auf die Provision. Pinterest wünscht sich außerdem, dass verlinkte Webseiten originelle Inhalte aufweisen.
Welche Fehler solltest du vermeiden?
- Dasselbe Produkt in vielen fast gleichen Pins zu veröffentlichen. Pinterest untersagt repetitive Inhalte, die nur erstellt werden, um Geld zu machen.
- Hinweise nur im Profil statt am Pin zu geben.
- Kurzlinks zu nutzen, die Pinterest nicht unterstützt.
- Link und Ziel nicht zu prüfen. Nutzende sollen vorab erkennen können, wohin ein Link führt.
Wie gehst du vor?
- Lies die Bedingungen deines Partnerprogramms. Manche Programme schränken Werbeformen ein.
- Erstelle Pins, die auch ohne den Link nützlich sind, zum Beispiel Ideen, Vergleiche oder Anleitungen.
- Verzichte auf Kurzlinks, wenn die Plattform sie sperrt, und teste, ob der Link funktioniert. Wie du Links richtig erzeugst, erklärt der Artikel Affiliate-Link.
- Kennzeichne jeden Pin mit Affiliate-Link in der Beschreibung.
- Nimm eine Seite deiner Website als Ziel, wenn du mehr Kontext geben willst.
Welche Themen zu Pinterest passen, hängt von deiner Zielgruppe ab. Programme zu Mode, Wohnen und Technik findest du unter Mode und Haushalt und Wohnen. Die Grundlagen stehen im Artikel Was ist Affiliate Marketing?, zur Anmeldung einer Tätigkeit im Artikel Gewerbe für Affiliate Marketing. Wie die Regeln auf einer anderen Plattform aussehen, zeigt der Artikel Affiliate Marketing mit Instagram.
Das ist keine Rechtsberatung. Bei Zweifeln hilft eine Rechtsberatung. Einnahmen sind nicht garantiert.
Quellen
- Richtlinien für kommerzielle Inhalte und Markeninhalte, Pinterest (abgerufen am 20.10.2026)
- Community-Richtlinien (Spam), Pinterest (abgerufen am 20.10.2026)
- § 5a UWG, Gesetz gegen den unlauteren Wettbewerb, Bundesministerium der Justiz (abgerufen am 20.10.2026)
- Leitfaden Werbekennzeichnung bei Online-Medien, Stand Mai 2025, die medienanstalten (abgerufen am 20.10.2026)