Affiliate-Link: Was er ist und wie du ihn erstellst
Redaktion Affindly · Veröffentlicht am 20.10.2026 · 5 Min. Lesezeit
Ein Affiliate-Link ist ein Link zu einem Angebot, der eine Kennung von dir enthält. Über diese Kennung ordnet das Partnerprogramm einen Kauf oder eine andere vereinbarte Handlung dir zu, damit du dafür vergütet werden kannst.
Er sieht fast aus wie ein normaler Link, trägt aber zusätzliche Angaben, die für das Tracking gebraucht werden. Hier erfährst du, wie das technisch funktioniert, wie du solche Links erzeugst und was du bei der Kennzeichnung beachten musst.
Wie funktioniert ein Affiliate-Link technisch?
Der Link führt zur Seite des Anbieters und enthält eine Partnerkennung. Beim Klick wird diese Kennung erfasst und meist in einem Cookie im Browser gespeichert. Kauft der Besucher später, kann der Anbieter oder das Netzwerk den Kauf deiner Kennung zuordnen.
Wie die Kennung aussieht, hängt vom Programm ab:
- Beim Amazon-Partnerprogramm steht deine Partner-ID im Linkformat als Parameter „tag“, so beschreibt es die Hilfe von Amazon PartnerNet.
- Bei Netzwerken wie Awin wird dein Link über ein Link-Tool erzeugt und enthält deine Publisher-Kennung.
- Manche Anbieter haben eigene Tracking-Links ohne Netzwerk.
Wie lange ein Cookie gilt und welcher Klick zählt, steht in den Bedingungen des jeweiligen Programms. Grundlagen dazu findest du im Artikel Was ist Affiliate Marketing?
Wie erstellst du einen Affiliate-Link?
Erst meldest du dich beim Programm oder Netzwerk an und wirst freigeschaltet. Danach erzeugst du Links in der Regel mit einem Werkzeug im Konto. Bastle Links nicht von Hand, denn das Werkzeug stellt sicher, dass das Format stimmt.
| Programm | So erzeugst du den Link |
|---|---|
| Amazon | Amazon PartnerNet nennt den Linkgenerator als bevorzugtes Hilfsmittel. Er stellt laut Amazon sicher, dass Links korrekt formatiert sind. Als Alternative beschreibt die Hilfe ein festes Linkformat mit der ASIN des Artikels und deiner Partner-ID. |
| Awin | Im Publisher-Bereich wählst du den Advertiser, trägst die Ziel-URL ein und wählst das Format (URL oder HTML). Awin zeigt den fertigen Deeplink an. Die Oberfläche kann sich seit der Anleitung geändert haben, die Bezeichnungen können abweichen. |
Awin bietet außerdem das Werkzeug Convert-a-Link an. Es wandelt per Skript vorhandene Produktlinks auf deiner Website in Affiliate-Links um, aber nur für Anbieter, bei denen du bereits angenommen bist.
Bei anderen Netzwerken wie Digistore24 läuft es ähnlich: Du bekommst deinen Link im Konto. Schau in die Hilfe des Netzwerks. Die Schritte bei Digistore24 beschreibt der Artikel Digistore24 als Affiliate.
Welche Regeln gelten für den Link selbst?
Programme legen fest, wie du Links verwenden darfst. Achte vor allem auf diese Punkte:
- Kurzlinks: Nicht jede Plattform lässt jeden Kurzlink-Dienst zu. Pinterest etwa unterstützt manche Linkkürzer nicht, mehr dazu im Artikel Affiliate Marketing mit Pinterest.
- Verschleiern: Der Link sollte nicht verbergen, dass er ein Werbelink ist.
- Änderungen: Verändere den Link nicht, damit das Tracking funktioniert.
Muss ich Affiliate-Links kennzeichnen?
In der Regel ja. Wenn du für Empfehlungen eine Vergütung erhältst, verfolgst du einen kommerziellen Zweck. § 5a Abs. 4 UWG nennt es unlauter, den kommerziellen Zweck einer geschäftlichen Handlung nicht kenntlich zu machen, wenn er sich nicht unmittelbar aus den Umständen ergibt und das Nichtkenntlichmachen geeignet ist, den Verbraucher zu einer geschäftlichen Entscheidung zu veranlassen, die er sonst nicht getroffen hätte. Eine Gegenleistung wird dabei vermutet, solange du nicht glaubhaft machst, dass du keine erhalten hast.
Die Landesmedienanstalten ordnen das im Leitfaden zur Werbekennzeichnung (Stand Mai 2025) so ein: Die Veröffentlichung von Affiliate-Links hat kommerziellen Charakter, der transparent gemacht werden muss. Nach der Kennzeichnungsmatrix des Leitfadens gehören bei Bild- und Textangeboten ein Symbol wie ein Sternchen und eine Erläuterung in unmittelbare Nähe des Links. Als Beispiel nennt er sinngemäß: Die mit * gekennzeichneten Links sind Affiliate-Links, kommt darüber ein Einkauf zustande, wirst du mit einer Provision beteiligt, für den Käufer entstehen keine Mehrkosten.
Wie das in sozialen Netzwerken aussieht, zeigt der Artikel Affiliate Marketing mit Instagram.
Was sagt der Medienstaatsvertrag?
Der Leitfaden nennt für Angebote mit Schwerpunkt auf Bild und Text § 22 Abs. 1 des Medienstaatsvertrags und § 6 Abs. 1 Satz 1 des Digitale-Dienste-Gesetzes. Für Video und Audio gelten die Werberegeln für den Rundfunk (§ 8 und § 10 MStV). Dort kommt es auf die Art der Einbindung an.
Die Kennzeichnung muss laut Leitfaden auf den ersten Blick erkennbar sein, auf allen Endgeräten und ohne Scrollen oder Ausklappen. Unklare Begriffe wie „Advertorial“ oder Abkürzungen wie „ad“ reichen nicht.
Wie prüfst du deinen Link vor der Veröffentlichung?
- Link mit dem Werkzeug des Programms erzeugen.
- Bedingungen zu Kurzlinks und erlaubten Werbeformen lesen.
- Hinweis in unmittelbarer Nähe des Links setzen.
- Prüfen, ob der Link nach einem Klick auf die richtige Seite führt.
Das ist keine Rechtsberatung. Bei Zweifeln hilft eine Rechtsberatung, die Landesmedienanstalten bieten ebenfalls Informationen an. Einnahmen sind nicht garantiert.
Quellen
- § 5a UWG, Gesetz gegen den unlauteren Wettbewerb, Bundesministerium der Justiz (abgerufen am 20.10.2026)
- Leitfaden Werbekennzeichnung bei Online-Medien, Stand Mai 2025, die medienanstalten (abgerufen am 20.10.2026)
- Links erstellen, Amazon PartnerNet, Amazon (abgerufen am 20.10.2026)
- Building links + finding creative, Publisher Training, Awin (abgerufen am 20.10.2026)
- Richtlinien für kommerzielle Inhalte und Markeninhalte, Pinterest (abgerufen am 20.10.2026)